Wie kann ich meine Stimme schonen? Tipps & Tricks

Deine Stimme ist angeschlagen? Sie hört sich kratzig an? Du spürst ein belegtes Gefühl im Hals? Du denkst an Morgen oder heute Abend und weißt: Ich brauche meine Stimme? Dann fragst du dich vielleicht, wie du deine Stimme schonen kannst.

Oft entstehen dann Unsicherheiten, was man noch darf und was man lieber lassen sollte. Doch sei beruhigt. Nur im äußersten Notfall bedeutet Stimme schonen, dass du nicht mehr sprechen oder singen solltest. Nämlich nur im Fall einer akuten Kehlkopfentzündung. Wenn du das bei dir ausschließen kannst, habe ich jetzt ein paar wirklich sinnvolle Tipps zusammen gestellt, mit deren Hilfe du deine Stimme schonen kannst.

Stimme schonen ist mehr als Schweigen

Vorweg aber noch ein kleiner Hinweis. Bei akuten Problemen neigen wir manchmal dazu in eine Art Schonhaltung zu verfallen. Wenn mir zum Beispiel mein Fuß weh tut, vermeine ich zu laufen und wenn mir ein Finger fehlt, benutze ich nur noch die andere Hand. Erstmal logisch, aber auch problematisch. Denn was der Körper nicht braucht, bildet sich zurück und was das Gehirn nicht braucht, vergisst es. Schmerzen oder Missempfindungen entstehen oder verstärken sich manchmal genau dann, wenn wir einen Bogen um sie machen. Der Fuß schmerzt, weil die Muskulatur fehlt und die Hand wird unbrauchbar, weil wir sie nicht mehr trainieren. Der eigentliche Weg zur Problemlösung sollte also möglichst an der Ursache ansetzen und nicht einfach das Problem vermeiden. Stimme schonen bedeutet dem entsprechend nicht, dass du aufhören solltest zu sprechen. Grundsätzlich solltest du lieber versuchen deine Stimme zu stärken. Und stark wird deine Stimme durch gezieltes Training.

Deine Stimme trainierst du,

Diese Dinge müssen jedoch erstmal geübt werden, bevor du sie richtig anwenden kannst. Manchmal braucht man aber auch schnelle Lösungen. Begleitend kannst du schon ab jetzt einiges für deine Stimme beachten:

Irrtümer in der Stimmhygiene

Es gibt zwei Dinge, die du auf jeden Fall vermeiden solltest, wenn du deine Stimme schonen möchtest.

  1. Vermeide Räuspern! Auch wenn es sich belegt anfühlt und auch wenn du Schleim auf der Stimme hörst. Auch wenn sich alles in dir unbedingt räuspern will, versuche eine Alternative zu finden, die deine Stimme weniger belastet und ihr sogar gut tut. Besser als Räuspern ist zum Beispiel Brustkorb abklopfen, Tee trinken, husten, schlucken oder einfach weiter sprechen.
  2. Bloß nicht Flüstern! Sprich lieber leise aber in deiner normalen Tonhöhe. Flüstern entlastet die Stimme nämlich nicht, sondern reizt die Stimmlippen.

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Ungünstige Faktoren von außen

Selbst wenn du eine gute Atem- und Stimmtechnik hast, gibt es einige Dinge, die deiner Stimme schaden:

  • jeglicher Feinstaub und Rauch sollte vermieden werden. Regelmäßiges Rauchen oder ein Arbeitsplatz, an dem du täglich mit Baustaub, Mehl, Chemikalien oder Fritteusendampf in Kontakt kommst, sind besonders ungünstig. Auch wenn es cooleres gibt, empfehle ich dir dann einen Mundschutz zu tragen. Wasserdampf ist übrigens kein Problem und kann sogar zur Befeuchtung der Stimmbänder eingesetzt werden.
  • Kälte, Hitze, Schärfe, Säure und Trockenheit können die Stimme belasten. Achte daher vor allem vor Belastungssituationen auf eher milde Nahrungsmittel und schütze deinen Hals im Winter mit einem Schal. Gegen Trockenheit bieten Raumbefeuchter für Heizungsluft und Klimaanlage ein gutes Gegengewicht.
  • Auch bestimmte ätherische Öle können die Schleimhäute reizen oder austrocknen. Greife deswegen bei Bonbons und Kaugummis zu einer mentholfreien Alternative.
Wie kann ich meine Stimme schonen?

Wie kann ich meine Stimme schonen?

Was deine Stimme sonst noch entlastet

Woran du vielleicht gar nicht als erstes denkst ist, dass die Stimme stark von Emotionen beeinflusst wird. Wenn du deine Stimme schonen möchtest, ist eine ausgeglichene Gefühlslage von Vorteil. Wer sich ärgert wird lauter und gibt viel Druck auf die Stimme. Wer traurig ist hat einen unangenehmen Kloß im Hals. Sorge vor stimmintensiven Momenten deshalb für ein entspanntes und ruhiges Umfeld. Falls du doch in Aufregung geraten solltest, versuche kurze Pausen vor dem Reagieren einzulegen. Einerseits weißt du dann viel eher, was du sagen könntest und wirkst deutlich gelassener. Andererseits kannst du dich innerlich etwas beruhigen und belastest deine Stimme nicht zusätzlich.

Auf die eigene Intuition hören

Oft tun wir tatsächlich dann unserer Stimme etwas Gutes, wenn wir unserem ganzen Körper etwas Gutes tun. Spüre  stets in dich hinein, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie es deiner Stimme gerade geht. Dann wirst du merken, wann etwas zu viel ist oder wenn dir etwas fehlt. Überlege, was gerade dir und deiner Stimme dann helfen könnte und probiere es aus. Nimm dir ab und zu mal Zeit zum Stimme schonen.

 

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