Mit der Stimme das Selbstbewusstsein stärken

Stimme und Selbstbewusstsein liegen nah beieinander. Wollten wir doch eigentlich besonders souverän rüber kommen, verrät unsere Stimme, wie nervös wir in Wirklichkeit sind. Auch unser persönliches Empfinden und unsere Einstellung zu uns selbst lassen sich oft anhand der eigenen Stimme heraushören. Ob du nun an deiner Persönlichkeit oder an deiner Stimme arbeiten möchtest, letztlich wirst du auf beiden Wegen vor allem dein Selbstbewusstsein stärken.

Das wird deutlich, wenn wir den Begriff Selbst – Bewusst – Sein mal auseinander nehmen. Es geht darum ein Bewusstsein für unser Selbst zu entwickeln. Je mehr wir uns selbst kennen und entdecken, desto leichter fällt das Vertrauen in die eigene Persönlichkeit. Und welche Aufgabe hat die Stimme dabei? Die Stimme ist der Spiegel der eigenen Persönlichkeit!

Selbstbewusstsein stärken mit der Stimme

Ob zu laut, zu leise, nicht deutlich genug oder völlig übertrieben, durch unsere Stimme klingt unsere Persönlichkeit durch. Wenn die Stimme also der Träger dessen, was in uns selbst vorgeht, ist, können wir gerade an dieser Stelle ansetzen und mit ihr unser Selbstbewusstsein stärken.

Im Folgenden möchte ich an einem Beispiel erklären, wie sich ein schwaches Selbstbewusstsein ausdrücken kann, was die Stimme damit zu tun hat und wie sie gleichzeitig der Schlüssel sein kann, wenn du dein Selbstbewusstsein stärken möchtest.

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Wie kann sich ein schwaches Selbstbewusstsein ausdrücken?

Viele Menschen, die sich mit sich selbst nicht sicher sind, empfinden es als schwieriger ihre Wünsche und Visionen zu äußern und sie vor anderen darzulegen, geschweige denn durchzusetzen. Genauso schwierig wie zu sagen, was man möchte, ist dann oft auch die eigenen Grenzen aufzuzeigen und bestimmt: „Nein.“ zu sagen. Es wird versucht, zu jeder Zeit alles richtig zu machen, um bloß niemals abgelehnt zu werden oder zu versagen.

Ein Beispiel, wie sich an dieser Stelle die Unsicherheit in der Stimme äußern könnte:

Ein innerer Wunsch oder eine eigene Idee wird vorgetragen. Doch schon während der Äußerung transportiert die Stimme alle Unsicherheiten und Zweifel, die auf Grund des geschwächten Selbstbewusstseins mitschwingen. Der Wunsch wird vom Gegenüber nicht ernst genommen und daher auch nicht beachtet. Wenn den eigenen Wünschen und Ideen jedoch niemand zuhört und es keinen Raum für sie gibt, wächst die Unsicherheit. Es ist also ein Teufelskreislauf.

Diese Übung kann dir weiterhelfen, falls du mehr Sicherheit ausstrahlen möchtest, wenn du deine Wünsche und Ideen äußerst:

Wenn du nicht weißt, ob du mit dem, was du sagen möchtest andere Menschen überzeugen kannst, ist es wichtig, dass du dir zunächst selbst einen Überblick über deine eigenen Gefühle verschaffst. Die erste Person, die du von dir überzeugen musst, bist du selbst!

Stelle dir diese drei Fragen:

1. Womit bin ich mir wirklich sicher und warum?

2. Welche Fähigkeit habe ich und warum?

3. Was wünsche ich mir und warum?

Nun beantworte dir diese drei Fragen entweder vor dem Spiegel oder noch besser sprich sie in ein Aufnahmegerät. Wichtig ist, dass du deine Stimme hören kannst. Egal, ob dir deine Antworten banal oder unvollständig vorkommen, das Wichtigste ist, dass du dir gegenüber ehrlich bist.

Höre dir aufmerksam zu. Was hast du da geantwortet?

Und stelle dir folgende Fragen:

4. Wie überzeugt klingt die Person, die ich da sprechen höre?

5. An welcher Stelle höre ich Unsicherheiten?

6. Würde ich diese Person ernst nehmen und ihre Wünsche erfüllen?

Führe diese Übung so lange durch, bist du dich selbst mit deiner eigenen Stimme überzeugt hast. Vielleicht stellst du auch fest, dass du in Wirklichkeit einen ganz anderen Wunsch hast oder dir fällt auf, dass deine Idee noch gar nicht bis zum Ende ausgereift war. Mit den richtigen Fragen wirst du dir auf die Schliche kommen und deine Stimme verrät dir, wann du auf dem richtigen Weg gelandet bist. Denn genau das ist „Selbstbewusstsein stärken“!

Von innen nach außen

Wenn du dir selbst schon mal sicher bist, trage deine Worte einem Menschen vor, dem du vertraust und frage ihn dieselben Fragen 4-6, die du zuvor dir selbst gestellt hast. Wenn du auch hier überzeugend deine Ideen oder Wünsche vertreten konntest, speichere diese beiden Erlebnisse bewusst in deinem Inneren ab und stell dich dem nächsten anstehenden Schritt.

“Im Inneren deines Seins
ist die Antwort.
Du weißt, wer du bist
und du weißt, was du willst.”

Laotse

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